Online-Spezialisierungen an den Bayerischen MiMi-Standorten

Zu Beginn der neuen Projektphase 2021-2022 starteten die Standorte des MiMi-Gesundheitsprojekts Bayern mit Online-Spezialisierungen zum Thema Coronavirus SARS-CoV-2. Aufgrund der erneut steigenden Inzidenzzahlen und der vielen, sich häufig ändernden Regelungen, ist dies ein relevantes Thema und muttersprachliche Informationen notwendig.

Den Auftakt machte der Standort Hof am 24.02.2021. Vier interessierte Mediator*innen trafen sich über Zoom, um von Dr. Mohammad Hamza Ghneimi (MVZ Hochfranken) Informationen zum Coronavirus zu erhalten. Trotz der Durchführung als Online-Spezialisierung war eine hohe Beteiligung der Teilnehmer*innen möglich, die unter anderem Fragen zu den Impfstoffen, zu Tests und Schutzmaßnahmen stellten.

An der Spezialisierung in Nürnberg am 27.02.2021 nahmen 15 motivierte Gesundheitsmediator*innen teil. Als Referent konnte wieder Dr. Hans-Peter Maidhof vom Klinikum Fürth gewonnen werden. Dieser lobte das rege Interesse der Teilnehmer*innen, die zahlreiche Fragen stellten. Beispielsweise wurde gefragt, wie zuverlässig Schnell-Tests sind und ob mRNA-Impfstoffe in die DNA der Menschen eingreifen. Dr. Maidhof nahm sich viel Zeit, um alle Fragen ausführlich zu beantworten. Die Mediator*innen bedankten sich für die informative und kurzweilige Schulung und sind nun bereit, die erhaltenen Informationen an ihre Landsleute weiterzugeben.

Der Standort Landshut entschied sich für eine zweigeteilte Spezialisierung am 27. und 28.02.2021, die von der Referentin Dr. Xiaofei Wei durchgeführt wurde. 15 Mediator*innen bekamen einen Überblick über das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, über das Erkrankungsbild Covid-19, Tests, Impfungen und Hygienemaßnahmen. Dr. Wei erklärte alles sehr verständlich und berichtete auch von ihren Erfahrungen aus dem Impfzentrum.

Am 05.03.2021 fand die Online-Spezialisierung in Ingolstadt statt, an der zehn Mediator*innen aus Ingolstadt und vier Gäste weiterer Standorte teilnahmen. Die Referentin Dr. Ursula Becker, ehemalige Leiterin des Gesundheitsamts Ingolstadt, gab viele hilfreiche Informationen weiter und zeigte Videos zum besseren Verständnis. Außerdem gab sie praktische Hinweise dazu, wie die Anmeldung beim Impfzentrum abläuft. Dieses Wissen ist sowohl für die Mediator*innen als auch für Personen mit Migrationshintergrund wichtig.

Der Standort Schweinfurt entschied sich ebenfalls für die Durchführung an zwei Tagen. Die Online-Spezialisierung fand am 09. und 11.03.2021 statt. An beiden Abenden nahmen zwölf begeisterte Mediator*innen teil. Als Referentin konnte erneut Dr. Susanne Berweck gewonnen werden, die geduldig und leicht verständlich alle Fragen beantwortete. Hervorgehoben wurden auch der Austausch und die Interaktionen innerhalb der Gruppe, die nun viele hilfreiche Informationen an Personen, die (noch) nicht ausreichend deutsch verstehen, weitergeben werden.

Die nächsten Online-Spezialisierungen zum Coronavirus SARS-CoV-2 finden am 13.03.2021 am Standort Allgäu-Bodensee, am 24.03.2021 am Standort München und am 27.03.2021 am Standort Bayreuth statt. Die Termine der weiteren Standorte sind in Planung.

Das MiMi-Bayern-Team bedankt sich bei allen Referent*innen für die informativen Spezialisierungen und wünscht den Gesundheitsmediator*innen viel Spaß bei der Weitergabe der Informationen!

Zertifizierungen von MiMi-Mediator*innen an den Standorten Landshut, Würzburg, Bayreuth und Bamberg 2019

Nach einem ereignisreichen Projektjahr bei MiMi-Bayern mit insgesamt 8 Vollschulungen und 132 ausgebildeten Mediator*innen fanden Ende des Jahres 2019 vier Zertifizierungen der neuen Mediator*innen in Landshut, Würzburg, Bayreuth und Bamberg statt.

Die Zertifizierung der Landshuter Mediator*innen fand am 1. Oktober 2019 in der Rochuskapelle in Landshut statt. Annelies Huber begrüßte zu Beginn die neuen Mediator*innen, ihre Familienmitglieder und alle erschienenen Gäste. Die Standortkoordinatorin Paola Garofalo stellte zusammen mit der Landesprojektkoordinatorin Christine Bomke das Projekt kurz vor und berichtete über die vergangene Schulung. Nach dieser kurzen Begrüßung kamen die 12 neu ausgebildeten Mediator*innen auf die Bühne und begrüßten die Gäste in ihrer jeweiligen Landessprache. Nachdem die Zertifikate verteilt wurden, berichtete Bristol Achter, Mediator und Sozialpädagogikstudent an der Hochschule Landshut, wie er von dem MiMi-Projekt und der Schulung erfuhr und welche Erfahrungen er in seiner ersten Infoveranstaltung machte. Die Veranstaltung wurde von dem iranischen Gitarristen Hamed Roytvand Ghiasvand musikalisch begleitet und endete mit Gesprächen und Schulungsrückblicken in der Runde.

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Auftaktveranstaltungen des interkulturellen Gesundheitsprojekts „Mit Migranten für Migranten (MiMi) Interkulturelle Gesundheit in Bayern“ an den Standorten Hof und Bayreuth
Von links nach rechts: Britta Lenk-Neumann (Schulungskoordinatorin MiMi-Bayern), Gabriele Böttcher (Leiterin des Integrationszentrums der VHS), Ilse Emek (VHS-Geschäftsführerin), Irina Köhler (Standortkoordinatorin Hof) und Christine Bomke (Landesprojektkoordinatorin), Foto: VHS Landkreis Hof

Seit Januar 2019 sind die Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschulen im Landkreis Hof e. V. und die Stadt Bayreuth lokale Projektträger des interkulturellen Gesundheitsprojekts „Mit Migranten für Migranten (MiMi) – Interkulturelle Gesundheit in Bayern“ in Hof und Bayreuth.

Die Eröffnungsveranstaltung des MiMi-Gesundheitsprojekts fand am 21. Februar 2019 um 13.00 Uhr in Hof in den Räumen der Volkshochschule, Fabrikzeile 21, statt. Neben Akteur*innen aus dem Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen wie der AOK, der Gesundheitsregion Plus, der Caritas, der Krebsberatungsstelle, dem Klinikum Hochfranken und dem BRK Kreisverband Hof nahm auch Landrat Dr. Oliver Bär an der Veranstaltung teil. Zum Start in das Programm wurde ein kurzer Filmausschnitt gezeigt, der Eindrücke einer MiMi-Mediator*innenschulung darstellte. Die Teilnehmenden wurden von Ilse Emek, der Geschäftsführerin und Leiterin der VHS, Gabriele Böttcher, Leiterin des Integrationszentrums der VHS und auch vom Landrat Dr. Oliver Bär begrüßt. Nach den Willkommensgrüßen wurde das Wort an eine zukünftige russischsprachige MiMi-Mediatorin weitergegeben, die über ihre Motivation für die Teilnahme an der Schulung berichtete. In einer anschließenden Projektpräsentation stellten Irina Köhler (Standortprojektkoordinatorin Hof), Christine Bomke (Landesprojektkoordinatorin) und Britta Lenk-Neumann (Schulungskoordinatorin) das Konzept und die Ziele des MiMi-Gesundheitsprojekts vor. Anschließend beantworteten die drei Referentinnen Fragen der Teilnehmenden.

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